• Elmicaella Mariposa

Dieser Tag veränderte alles!

Am 16.12.2010 - heute vor 10 Jahren erlebte ich den schlimmsten Zeitpunkt meines Lebens. Mein Mann und Vater meiner Kinder befand sich in der höchsten künstlichen Komastufe. Die Ärzte teilten mir am Telefon mit, dass die Chance, diesen körperlichen Zustand zu überleben, bei 5 % liege. In dieser Nacht fielen nicht nur alle Organe aus. Auch sein Herz erlebte mehrfache Herzstillstände. Ich konnte die Oberärztin hören, verstand es aber nicht. Wie konnte der Körper eines so großen Mannes, der so jung gewesen ist, so durchdrehen. Seit zwei Wochen wurde es täglich schlimmer. Alles klang so verrückt. Ich sagte zu ihr:"Bitte helfen sie ihm. Sie antwortete: „Ihr Mann muss das auch wollen. Die Geräte geben ihr bestens, doch bisher wehrte sich sein Körper gegen die lebenserhaltenden Maßnahmen. Ich weinte und flüsterte der Ärztin ins Telefon:"Wissen Sie, mein Mann ist 34 Jahre alt. Wir haben drei Kinder. Unsere Kleinste ist 7 Jahre alt. Die Kinder brauchen ihren Papa. Wir sitzen hier zwischen den Umzugskisten im neuen Haus. Bitte versprechen Sie mir, dass Sie ihn nicht sterben lassen!"


Seine Eltern saßen mir gegenüber und weinten. Ich beendete das Telefonat und ließ mich weinend auf den Boden sacken. Meine Worte wollte ich nicht laut aussprechen, konnte es aber nicht verhindert. Ich schaute nach oben und sagte:"Ich wollte nie ein eigenes Haus. Du hast mich nach Jahren dazu überredet und willst mich jetzt allein lassen? Tue mir das bitte nicht an. Bitte komme nach Hause, ich vermisse dich so sehr!"

Nachdem meine Schwiegereltern gemeinsam mit mir weinten und wir uns gegenseitig trösteten, beschlossen wir, eine Regel einzuführen. Besondere Momente benötigen besondere Maßnahmen: Wir leben nicht in Angst, sondern in großer Hoffnung! Wir lassen das heilige Licht leuchten - den ganzen Tag brennen ab jetzt Kerzen. Wir führen eine 24 Stunden Regel ein. Entscheidungen werden nur in diesem Rahmen getroffen. Keine Gedanken, die mit, wenn, dann oder sonst beginnen. (z.B. Wenn er sterben sollte, wirst du das Haus verkaufen? …)

Enge Freunde beteten für uns. Sogar deren Kinder gingen mit ihren Klassenkameraden in die Kirche und zündeten Kerzen für seine Genesung an. Später teilte mir die Ärztin mit, dass sie sich das nicht erklären konnte, wie es zu dieser Genesung kam, auch wenn es nur eine winzige Verbesserung war, die sich zeigte, hoffe sie, dass es weiterhin bergauf ginge.


Wie durch ein Wunder öffnete er am 22.12.2010 seine Augen. Seit diesem Tag feiert die Familie seinen 2. Geburtstag. Er brauchte noch knapp ein Jahr, um wieder richtig am Leben teilzunehmen. Mit so viel Dankbarkeit und Tränen beim Schreiben erfreue ich mich an seinem Dasein. Oft drücke ich ihn und bedanke mich, dass er noch da ist. Das wir gemeinsam unsere Kinder großziehen konnten. Dieser Tag schenkte mir so viele Dinge - lebe nicht in Angst, sondern in großer Hoffnung. Vertraue auf die Kraft der Gebete. Besondere Momente lassen sich besser in kleine Lebensphasen planen. Lasse die Gedanken wie: Wenn, dann und sonst an dir vorbeiziehen." Vor allem habe ich eines gelernt: Das Leben ist genau JETZT! Momentan leben wir in einer besonderen Zeit, die sich ebenfalls nicht planen lässt. Ich lege dir meine Lass-Dich-vom-Leben-tragen- Regel ans Herz. Lebe in Hoffnung, lasse das heilige Licht brennen und plane deine Zeitphasen in kleinen Etappen. Lebe dein Leben im URVERTRAUEN genau JETZT. Ich wünsche dir eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Deine Elmicaella 🦋


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